Das war ja eine spektakuläre Abschlusstour heute, richtig alpin ging es zur Sache. Dabei habe ich noch nicht einmal den berüchtigten Felsenweg benutzt, das hatte Rike ja verboten und außerdem war der gesperrt. Als ich beim Frühstück saß, sah ich prompt ein Pärchen auf diesen Weg zusteuern, aber die mussten wieder umkehren. Als ich losging, habe ich mich von der Sperrung überzeugt.


Erstmal ging es im gleichen Stil wie gestern mit Grenzsteinen und steinigem Weg weiter. Auf der Zwischenebene von Trois Fours sah ich dann den Hohneck liegen, ganz schön Respekt einflößend, besonders auch die Martinswand, fast senkrecht. Zum Glück ging der GR5 nicht direkt an der Kante längs.





Tja und dann war ich oben:

Der Abstieg war lang und spektakulär, die Landschaft sehr alpin.





Kurz vor Erreichen des Waldes fand ich eine Narzisse. Allerdings habe ich dann gesehen dass auf der Weide viele Narzissen wuchsen. Im Wald ging es auf Serpentinen so steil bergab, das Komoot manchmal wähnte, ich sei in der falschen Richtung unterwegs.

Am Lac de Schiessrothried, den ich schon von oben gesehen hatte, dachte ich, Komoot spinnt wg. über 900 m.


Aber es stimmte der Abstieg war noch lange nicht zu Ende. Es kamen noch einmal Serpentinen zum Lac de Fischboedle.

Auch danach wurde es nicht langweilig. Felsen und Brücken begleiteten Wasserfälle und den Weg.


Es kommen mir auch immer wieder Leute entgegen, junge Leute und Familien. Ich bin ganz froh, dass ich diesen Weg bergab gehen darf… Der Bach heißt übrigens Wormsa, am Ende des Weges steht ein Schild zum Gedenken an den Errichter des Weges.

Ich war mir sicher, dass mir auf diesem Wege keine Radfahrer in die Quere kommen würden. Aber kurz nach diesem Schild traf ich einen älteren Mann der ein Fahrrad schob und mich fragt ob ich Deutsch spräche. Er suchte einen Ort namens Stel oder so ähnlich. Da konnte ich nicht weiterhelfen, meinte aber, dass er mit dem Rad nichts werden würde. Das sah er aber anders, schließlich sei er schon mal hier gewesen, und er schon seinen Rad weiter bergauf…
Das Denkmal für den letzten vor 275 Jahren geschossenen Bären war auch österlich geschmückt. Eine Bank lud zur Rast ein.


Im Ort Metzeral fand ich eine im Internet gelobte Patisserie, wo ich ein leckeres Passionsfruchttörtchen und einen Kaffee erstand und auf der Bank davor verzehrte. Im Ort gab es mehrere Brunnen und eine nette Leseecke.




Der Zug stand schon bereit, der Lokführer kam auch gerade, wollte aber zunächst alleine im Zug sein. So durfte ich an der frischen Luft warten.

Nach 10 Minuten Fahrt war ich in Münster, wo ich leicht das Hotel fand, leider ohne Restaurant. Die meisten Restaurants hatten dienstags geschlossen oder waren ausgebucht. Aber im P’tit Munster könnte ich einen Platz reservieren.



Im Hotel konnte ich ein Bad nehmen. Das war nach den fünf Wandertagen angemessen. Dann habe ich gegessen, telefoniert und hier geschrieben und jetzt will ich schlafen. Morgen geht es nach Hause, da die Bahn wieder über Landau fährt, kann ich den Weg über Wissembourg nehmen.

