Autor: ChristianAlbert

  • 35. Gernsheim – Pfiffligheim

    35. Gernsheim – Pfiffligheim

    Den Anfang laufen Gabriele und Andreas heute mit; am  Hafen wird dann gemeinsam gefrühstückt, ich sage nur Saitenbacher-Müsli. Um 10 fährt meine Fähre, da heißt es Abschied nehmen.

    Auf der anderen Seite ging es dann erstmal immer am Rhein entlang.

    So eben ist der Hafen von Gernsheim noch zu sehen
    AKW Biblis

    Hinter Rheindürkheim beginnen die Industriegebiete. Zwischen 2 Ausfallstraßen hat Komoot diesen Weg ausgesucht:

    Hier kommen keine Radfahrer
    Komoot wusste nicht, dass diese Bahnschranke auf Anforderung geôffnet wird.

    Die Orangerie im Schlosspark Herrnsheim hat zu, aber im Schlosskabinett gibt es eine kleine Stärkung

    Hermsheimer Schloss

    Zwischen Hermsheim und Pfiffligheim erwischen mich doch noch ein paar Regentröpfchen. Ein Teil der Pfrimm ist zu einem kleinen Weiher aufgestaut.

    Schon bin ich bei Ruth-Elisa und Frank. Die proben nette kleine Musikstücke für Klarinette und Klavier, die sie morgen bei Sarahs Geburtstagsfeier vortragen wollen. Es gibt leckeren Linseneintopf. Bei einem kleinen Abendspaziergang gibt es einen schöneten Blick auf Worms und extrem kräftiges Grillenzirpen. Nach ei em Absacker beim Italiener geht es zu Bett. Sohn Till hat sich angekündigt; da ich in seinem Hochbett schlafe, wird er aufs Sofa ausweichen müssen…

  • 34. Pfungstadt – Gernsheim

    34. Pfungstadt – Gernsheim

    Heute hatte ich nur 12 km durchs Ried nach Gernsheim am Rhein vor mir. Das ist heute im Wesentlichen Ackerland, neben dem wie überall anscheinend unvermeidlichen Mais auch diverse Gemüse. Nach 1 Stunde geht es über die Autobahn A67. Die nach alter Weise kunstvoll gepflasterte Rampe ist ein Zeichen dafür, dass dies die ursprüngliche der beiden Autobahnen ist.

    Bald geht es durch das Wohnschlafdorf Allmendfeld, wo ich mich frage, wieso es hier so ein ansprechend gestaltetes Rathaus gibt

    Wegen der Kürze der Strecke bin ich etwas früh dran. Deshalb kann ich noch zum Kaffeetrinken bei Oma Lisbeth einkehren (Empfehlung von Andreas).

    Um 16 Uhr – es sieht gewittrig aus – bin ich dann nach insgesamt 15 km bei Gabriele (und Andreas). Hier gibt es nicht nur Reden, Trinken und Essen, sondern auch eine Badewanne!

  • 33. Wixhausen – Pfungstadt

    33. Wixhausen – Pfungstadt

    Meine Idee mit Pfungstadt war ja eigentlich, dass ich die 30 km von Wixhausen nach Gernsheim teilen wollte. Andreas ließ es sich nicht nehmen, mich auf dem ersten Teil der Tour zu begleiten. Es ging um Arheilgen und Darmstadt herum bis zum Hofgut,ein nettes Bio-Projekt, wo man sich gut stärken kann. Wir kamen auch durch Kranichstein, wo das Wohnprojekt Wohnsinn liegt.

    Danach ziehe ich alleine weiter, zuerst in den botanischen Garten, wo ich mir wie im Fischernetz vorkomme: ich komme durch keinen der von Komoot vorgeschlagenen Ausgänge raus, sondern muss wieder zurück zum Eingang. Abends erfahre ich, dass dies ein Maßnahme gegen überhand nehmendes Feiern sein soll.

    Botanischer = Irr-Garten

    Über den Waldkunstpfad geht es zur Ludwigshöhe.

    Danach geht es viel mit der Modau hinab nach Pfungstadt. Am Ende habe ich doch 24,7 km auf der Uhr.

    Andreas hat mich für heute Abend mit entfernten Bekannten in Pfungstadt verkuppelt. Marianne und Artur nehmen mich sehr herzlich auf. Ich darf duschen, Wasser trinken, plaudern, zu Abend essen und hier schreiben. Was ich nicht darf: die beiden zum Essen einladen.

    Sie haben auf ihrem innerstädtischen ehemaligen Bauernhof ihr eigenes Wohnprojekt aufgezogen. Nicht nur ein Sohn sondern auch mehrere ausländische Familien haben hier Wohnungen. Ich erlebe 2 ägyptische Kinder, die mich an unsere Enkel erinnern.

  • 32. Dietzenbach – Wixhausen

    32. Dietzenbach – Wixhausen

    Der Abmarsch von Dietzenbach hat das vernichtende Urteil über die Anmut des Ortes bekräftigt: 4 endlose Kilometer entlang der Ausfallstraße Richtung Darmstadt hatte Komoot mir verordnet.

    Endlich wieder Wald
    Rast am Fritzenwiesenbach
    Hegbachquerung
    Mit meinem heutigen Gastgeber Andreas in seinem Strandkorb
    Sonnenuntergang in Wixhausen

    Der Kirchturm soll eim alter Römerturm sein, das „x“ in Wixhausen auf den keltischen Ursprung des Ortes verweisen.

  • 31. Hanau – Dietzenbach

    31. Hanau – Dietzenbach

    Wieso überhaupt Hanau? Ist doch klar: das Autokennzeichen ist HU.

    Wenn die Straßen so „Otto-Hahn-Straße“ heißen, kannst Du mal davon ausgehen, dass dort ein Gewerbegebiet ist. Auch heute ist das sowohl beim Aufbruch wie bei der Ankunft so. Das ist wie bei den Bahnhöfen, man kommt nicht unbedingt über eine Schokoladenseite in die Städte hinein bzw. hinaus.

    Der Main von der Brücke zwischen Hanau und Steinheim

    Und wie ist Süddeutschland so? Erstmal platt…

    Aufatmem nach 3,3 km Hauptverkehrsadern
    Wie eine Mischung aus Holmer Sandbergen und Streuobstwiese

    Komoot wollte mich um Hausen herumführen. Ich habe korrigierend eingegriffen und so landete ich mittags genau vor einer Eisdiele…

    Der Sündenfall nach der obligarorischen Apfelschorle

    Am Ende des Waldes vor Dietzenbach zeigt die Karte einen See. Ich war am Überlegen, ob ich der Verlockung mit oder ohne Badehose nachgeben sollte. Es stellte sich aber heraus, dass es sich um ein knochentrockenes Regenwasserrückhaltebecken handelte.

    Das hiesige Restaurant hat heute Montag-zu. Die Rezeption empfiehlt die Altstadt. Das sind ca 2 km durch unattraktives Gewerbegebiet (Hinweg) bzw. zwischen Affenfelsengebäuden, wo die Kinder mit Migrationshintergrund noch spät draußen spielen (Rückweg). Ich finde die Stadtliebe, erhalte ein Kompliment vom Ober, dass ich so scbnell einen Platz gefunden habe (eine Frau stand gerade von einem kleinen Außentisch auf, als ich vorbeikam), und esse einen orientalischen Salat mit Falafel, Hummus und Avocado (ist sogar vegan).

    Orientalischer Salat, gleich kommt der 2. gespritzte Apfelwein
  • 30. Büdingen – Hanau

    30. Büdingen – Hanau

    Das war heute noch mal einer oben drauf: 31,5 km bei sommerlichen Temperaturen und mit zu wenigen Bänken. Ich bin froh, dass der August herbstlich war. 30 C wird der September ja wohl nicht schaffen!

    Nach einem kleinen Vorgeplänkel ging es noch einmal richtig hoch und dann auf der „Hohe Straße“ allmählich immer weiter runter. Mit der Zeit kamen immer mehr Wochenendausflügler, vor allem Radfahrer:innen. Es gab auch viele Aufkleber von Quer“denkern“, die wurden aber weniger.

    Büdingen
    Die Birken verbeugen sich vot den Fichten
    Hüttengesäß (Ortsname!) und Spessart

    Nach Querung der Autobahn A45 wurden Bäume und Schatten knapp, auf einer Sonnenbank habe ich es nicht lange ausgehalten und die einzige schattige Bank war besetzt. Immerhin gab es Skylines zu entdecken.

    Industrie-Skyline östlich Hanau
    Mit gutem Willen erkennt man die Skyline von Frankfurt

    Irgendwann roch das Pferd in mir den Stall und so bin ich gegen 5 im Hotel angekommen. Insgeheim hatte ich ja auf eine Eisdiele am Weg gehofft, aber Pustekuchen.

    Auch dieses Hotel hat kein geöffnetes Restaurant, aber dafür gibt es viele in der unmittelbaren Umgebung. Ich lande bei „Klara“ auf dem Marktplatz, wo es Hausmannskost im modernen Gewand gibt: Pfifferlingrahmsuppe und Kürbis/Schafskäse-Lasagne außerdem Apfelschorle und Apfelwein. Nicht zu vergessen der sehr leckere Käsesahnekuchen.

    Auf dem Marktplatz ist die Geschichte (Brüder Grimm) und die politische Gegenwart (Ausländerfeindlicbkeit) präsent:

    Marktplatz Hanau
  • 29. Burkhards  – Büdingen

    29. Burkhards – Büdingen

    Um Lenard zu zitieren, ich habe heute mal wieder richtig Strecke gemacht (28 km). Das war allerdings nicht unbedingt beabsichtigt, sondern hat sich aus den zur Verfügung stehenden Unterkünften so ergeben. Ich achte ja dann immer darauf, dass die Unterkunft ein Restaurant hat, damit der Weg dann auch echt zuende ist. Das ist allerdings heute schief gegangen, das Restaurant in diesem Hotel hat heute zu. So musste ich schweren Herzens (und mit schweren Beinen) 1,5 km runter (10 Höhenmeter) in die Stadt – und wieder hoch… Rike hat versucht, mich mit der Aussicht auf die als schön gepriesene Altstadt zu trösten. Ich habe damn allerdings erst den Italiener und dann die Altstadt gefunden. Na, so habe ich wenigstens etwas zu erzählen, jetzt kommen die Bilder.

    Rückblick auf den Hoherodskopf
    In Glashütten in der Brunnenstraße gibt es diese öffentliche Wasserzapfstation. Obergrenze (nicht für Landwirte) 1000 l/Tag

    In Hirzenhain fällt ein riesiges Gebäudeit der Aufschrift „Buderus“ auf. Anscheinend hat die Familie hier mal im 17. Jahrhundert mit Holzkohlehochöfen angefangen.

    Komoot hat mal wieder schnuckelige Wege ausgesucht:

    Diese Brücke hat mich getragen
    Ich dachte, dies sei der Weg
    Hier glaubte ich nicht mehr, dies sei der Weg.
    Ob dies wirklich der Weg war? Jedenfalls kam ich hoch.

    Der Weg heute ging ja eigentlich immer nur vom Vogelsberg runter. Dabei ging es für mich aber nicht ständig bergab, sondern das Prinzip war: folge eine Weile einem Bachlauf gehe dann links hoch und dann in das nächste Tal runter, folge eine Weile dem Bachlauf, dann wieder links den Hang hinauf, usw.

    Eben wollte ich die diversen Bachnamen recherchieren. Das ist aber nicht so leicht; stattdessen habe ich gefunden, dass Büdingen am 29.01.2021 von einem Hochwasser infolge von Schneeschmelze und Regen überschwemmt wurde. In der Hinsicht war dann ja wohl in D wirklich oft etwas los.

    Bemerkt habe ich in der Stadt ehrlich gesagt nichts davon.

    Drinnen beim Italiener entdeckte ich das Tor zur Altstadt
    Stadttor und -mauer
    In der Altstadt gibt es Brunnen, weitere Restaurants…
    … und Gassen

    Am Vogelsberg gibt es viele Autos mit den Kennzeichen VB und FB. Die Bedeutung von VB erschließt sich sofort. Bei FB handelt es sich entgegen meiner ursprünglichen Annahme nicht um eine andere Schreibweise von Vogelsberg sondern um den Wetteraukreis mit Sitz 8n Friedberg.

  • 28. Ulrichstein – Burkhards

    28. Ulrichstein – Burkhards

    4 Wanderwochen sind rum, so etwa 10 Tage wird es wohl noch dauern.

    Das dürfte der echte Höhepunkt meiner Wanderung gewesen sein: es ging am Taufstein (höchster Gipfel im Vogelsberg mit 773 m) vorbei zum Hoherodskopf (zweithöchster Gipfel mit 764 m). Da war der Bär los, ich zitiere Wikipedia:

    „Auf dem Berg, der gute Fernsichtmöglichkeiten bietet, befinden sich Parkplätze, Gaststätten, Übernachtungsmöglichkeiten, Skipisten mit Liften, Loipen, Sommerrodelbahn, Kletterwald, Baumkronenpfad, Minigolf-Anlage, Informationszentrum, Segelfluggelände und der Fernmeldeturm Hoherodskopf.“

    Abschied von Ulrichstein
    Hütte am Sieben Ahorn (dritthöchster Berg hier, 753 m)

    Auf der Bank daneben hatte ich meine erste Rast. Bald danach fing ich an, andere Wanderer zu treffen, da ahnte ich noch nichts vom Trubel am Hoherodskopf.

    Ich habe gelesen, dass die Forellenteiche ursprünglich zum Flößen von Holz angelegt wurden!

    Dies ist ein Einschnitt in den Berghang. Wenn man hineingeht, ist man mit den Käfern im Gras auf Augenhöhe, ohne sich zu bücken…

    Witzige Idee

    Kaum war ich an der Sommerrodelbahn vorbei, wurde es wieder einsam.

    Auch hier haben die Baumernter gewütet

    Außerhalb des Waldes kam ich an einer dösenden Rinderherde vorbei, Kühe und Kälbchen. Eine Kuh lag direkt am Zaun mit geschlossenen Augen. Sprang erschrocken auf als ich vorbeiging, die ganze Herde mit – es war der Bulle…

  • 27. Alsfeld – Ulrichstein

    27. Alsfeld – Ulrichstein

    Heute geht es in den Vogelsberg. Den kenne ich noch gar nicht. Ich dachte, Ulrichstein heute mit gut 600 m Höhe sei die Spitze. Aber nun sehe ich morgen wird es noch deutlich über 700 m gehen.

    Heute morgen war es richtig kalt, man konnte den Atem sehen. Es geht mit der Schwalm unter der Autobahn durch und dann steil auf die 400 m Ebene

    Nebel im Schwalmtal
    5,8 km Forstweg, meist leicht bergan

    Es zeigt sich später, dass so ein Forstweg auch seine schönen Seiten hat. Nach einem Komoot-Gestrüppweg beschließe ich, im Zweifel lieber den bezeichneten Wanderweg als die Komoot-Abkürzung zu nehmen. Blöd nur, wenn dann auch der richtige Wanderweg im Gedtrüpp endet…

    Alant?
    Besiedelte Hochebene: Ober Breidenbach
    Wie ein norddeutsches Bächlein-Tal
    Hinter dem Tal mit Köddingen und den Windrädern liegt Ulrichstein
    Que poca
    Dieser Gipfel heißt Vogelsberg
    Wer weiß, wo er hinschauen muss (also ich), sieht hier von der Hotelterrasse aus nicht nur die Kirche sondern auch die Windräder
    Burg Ulrichstein
    Blick von der Burg
    Blick von der Burg
    Blick von der Burg
    Blick von der Burg
  • 26. Neukirchen – Alsfeld

    26. Neukirchen – Alsfeld

    Heute gab es eine unspektakuläre Tour.

    Keine Sonne beim Aufbruch aus Neukirchen

    Es geht über den Hang „Am Weinberg“ aus Neukirchen: die Toscana kommt näher…

    Liebliche Landschaft mit Windrädern

    Auf diesem Bild ist mal gar kein Mais!

    Holz ist nicht knapp
    Dieser Rastplatz wurde lange nicht genutzt!
    Blick auf Hattendorf, in der nächsten Senke versteckt sich Alsfeld, in der Ferne der Vogelsberg
    Graben ohne Wasser bei Hattendorf; wer oder was hat ihn geschaffen?
    Die ersten Keschde, ein weiteres Indiz für die Nähe der Toscana
    Rückblick auf Hattendorf mit Kirche
    Rechts Alsfeld, links Autobahn (wenn man es weiß)

    Um viertel nach 3 bin ich im Hotel und habe noch Zeit für einen Altstadtbummel

    Rike: waren wir nicht auch in diesem Café?
    Marktplatz Alsfeld

    Es gibt leider auch viele alte Häuser in desolatem Zustand. Zu wenige können sich Denkmalschutz leisten.